Junggesellen
& Naturfreunde Lödingsen
C
h r o n i k
zum
50jährigen Bestehen
zusammengestellt von Manfred Buhre im Jahre 2003
Am Abend des 17.
Juni 1953 saßen einige Lödingser Junggesellen bei "Oma
Anna Buhre" im Dorfkruge, dem heutigen Gasthaus "Zum
Krug", Inh. Fritz Nora, Hörmkerstraße 1 in Lödingsen, in
gemütlicher Stammtischrunde beisammen.
Als die
Schreckensmeldungen über den Volksaufstand in der sowjetischen
Besatzungszone aus dem Radio erklangen, beschlossen spontan
sieben Junggesellen, einen Freundschaftsclub zu gründen, den
Junggesellenclub "Fidelia Lödingsen".
Die sieben
Junggesellen waren:
Hubert Flinte (verstorben
am 19.09.1996) , Wilhelm Hartje, Gernot Ohm, Kurt Renneberg,
Horst Scholz, Ernst Stutz und Heinrich (Heini) Wellhausen.
Aus der Solidaritätserklärung
der ersten Stunde für die Deutschen jenseits des "Eisernen
Vorhanges" entwickelten sich im Laufe der Zeit die Ziele des
Clubs zur Heimatpflege und zur Förderung der Hilfsbereitschaft
und des Gemeinschaftssinnes.
Dabei vertritt
der Club keine Partei oder wirtschaftliche Interessen einzelner
Gruppen.
Jeder Lödingser
Junggeselle konnte Mitglied im Club werden, wenn er bereit war,
sich den gegebenen Statuten zu unterwerfen, sich in die
Gemeinschaft einzufügen und bei der Erfüllung der
Gemeinschaftsaufgaben mitzuwirken.
Die
Jahreshauptversammlung wählte den Vorstand. Der Vorsitzende
erhielt die Bezeichnung "Präsident". Ein
Rechtsausschuss entschied über Vergehen und Bestrafungen
einzelner Mitglieder. Über den Ausschluss eines Mitgliedes
entschied allerdings der gesamte Club mit Zweidrittelmehrheit.
Mitglieder, die
verziehen, können austreten. Ansonsten scheiden sie durch Heirat
aus.
Hierin liegt auch
der Grund für den zeitweiligen, rapiden Mitgliederschwund.
Die Ziele des
Clubs haben sich im Laufe der Zeit durch die Umstände und
Gegebenheiten erst konkret entwickelt.
Zwei Ziele
konnten allerdings nicht verwirklicht werden:
Die Förderung
des Fremdenverkehrs und
die Schaffung
einer Bademöglichkeit auf dem Heertoranger.
In der
Versammlung am 15. April 1955 wurde eine Statue enthüllt (das
sogenannte Männeken Piss), die das Symbol des Clubs künftig
sein soll und von den Mitgliedern Ernst Stutz und Kurt
Renneberg gestiftet wurde.
Die erste gemeinnützige
Clubleistung war das Bauen von Bänken. Vorausgegangen war ein
Vorschlag von Kurt Renneberg in der Versammlung am 09. Juli 1955,
Ruhebänke zu bauen und an den schönen Plätzen des Dorfes
aufzustellen.
Wer kann heute
noch ermessen, wie viel Mühe und Einsatzbereitschaft hierzu nötig
waren.
Zum Kauf von Bänken
und Tischen war, bei dem bescheidenen Vereinsbudget, kein Geld
vorhanden. Sponsoren gab es noch nicht in der heutigen Form, also
mussten sie in Eigenleistung gefertigt werden.
Wo aber das Holz
hernehmen, wo lagern und wo und wie bearbeiten ? Nach mehreren
abendlichen Verhandlungen war es der Vorstand der
Forstgenossenschaft Lödingsen, der einlenkte und grünes Licht für
einen Holzeinschlag im Walde gab.
Forstaufseher
August Michel und die Fällerkolonne zogen nicht an einem
Herbstsonnabend sondern an einem Herbstsonntag, dem 27. November
1955 in den Wald. Hier wurden Fichtenstämme ausgesucht, gefällt,
ausgeästet, geschält und in passende Längen zersägt. Robert
Teuteberg erledigte mit Trecker und Wagen die Abfuhr.
Auf Beschluss der
Versammlung vom 17. März 1956 muss mit der Fertigstellung der Bänke
und Tische sofort nach Ostern begonnen werden. Ein weiterer
Holzeinschlag erfolgte am 16. Dezember 1956, wieder an einem
Sonntagmorgen. Die Holzabfuhr übernahm Heini Wellhausen mit dem
Pferdefuhrwerk. Die Holzlagerung erfolgte hinter dem Dorfe.
Die
Tischlermeister Karl Michel und Heinrich Rauch stellten ihre
Werkstätten und Maschinen zur Verfügung. Es wurden Bohlen
geschnitten und mit Genehmigung der Dreschgenossenschaft unter
dem Dreschschuppen gelagert. Nach einer weiteren Trockenzeit
wurden Latten geschnitten, gehobelt und vorgefertigt, dann ging
es wieder ab unter den Dreschschuppen.
Hier wurden dann
an vielen Sonntagvormittagen, mit dem Segen des Pastors, - so
schreibt es Kurt Renneberg in seinen Aufzeichnungen zum 20 jährigen
Bestehen- , die Latten und Kanthölzer zu Sitzen, Lehnen und
Platten zusammengeschraubt und gestrichen, und im Frühjahr an
schönen Plätzen und Aussichtspunkten rund um den Ort
aufgestellt.
Kurt Renneberg
machte in der Versammlung am 08. Mai 1956 den Vorschlag, im
Ziegenberg oder an der Erbser Straße ein Ausflugsziel anzulegen
und dort ggf. ein Waldhaus zu errichten.
Nach den
Ortsbesichtigungen und Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer,
stimmte der Bevollmächtigte nicht zu und so beschlossen
die Mitglieder, den von Robert Rode, auf dem Kamm des
Hopfenberges, unweit des Diebesstieges, im Jahre 1930/31
angelegten Platz "Rodens-Lust" wieder herzurichten.
In dem Protokoll
der Versammlung vom 29. September 1956 wird erstmals das Clubtrio
erwähnt, das am 2. Kirmestag in der Gaststätte für viel
Stimmung sorgte. Die Musiker waren Horst Rennemann (genannt
Boller), Hermann Renneberg (er wurde Männe gerufen) und Berthold
Kleinschmidt ( der den Namen Schorse Batz erhielt).
Am 17. November
1956 wurde dann ein Tischbanner enthüllt, das von Berthold
Kleinschmidt und Ernst Stutz gestiftet wurde.
Im Jahre 1957
beträgt die monatliche Umlage 0,50 DM. Der Beitrag für den
Clubeintritt ist auf 1,50 DM heraufgesetzt worden. Bemerkenswert
ist, dass nach nunmehr drei Jahren der Vereinsgründung, bereits
schon Ehrennadeln und Ehrenurkunden an verdiente Mitglieder
verliehen worden sind.
Im Februar 1957
ist aus dem Clubtrio das Fidelia-Quartett geworden und
spielt an einem bunten Abend mit einer Quizveranstaltung auf. Zum
Veranstaltungszeitpunkt hatte Lödingsen insgesamt 1.160
Einwohner. Das Fidelia-Quartett nannte sich ab 1958 "Die
neue Band". Die Musiker waren Hermann Renneberg, Horst
Schmidt, Karl-Heinz Bartsch und Horst Rennemann. Zu den Musikern
des Quartetts gehörte auch teilweise Berthold Kleinschmidt.
In der
Versammlung am 01. Juni 1957 wurde berichtet, dass die Arbeiten
auf Rodens-Lust schon gut vorangegangen sind. Es ist aber noch
viel zu tun und so soll jeden Sonntagvormittag daran gearbeitet
werden.
Nach über einjähriger
Bauzeit konnte die neu entstandene größere Anlage am 11. August
1957 unter dem alten Namen eingeweiht und im Beisein von Robert
Rode sowie den anwesenden Dorfbewohnern der Öffentlichkeit übergeben
werden. Der Einweihungsabschluss wurde mit geladenen Gästen am
Abend im Club-Lokal gefeiert. Die musikalische Umrahmung hatte
das Fidelia-Quartett übernommen.
Am 21. Februar
1959 fand die Jahreshauptversammlung erstmalig nicht im Gasthaus
Zum Krug sondern im Gasthaus Fiek statt. Zu dieser Zeit gehörten
insgesamt 21 Mitglieder dem Club an. Auch die
Jahreshauptversammlung am 21. Januar 1961 findet noch dort statt.
Nach einem
Vorschlag von Helmut Wellhausen und Beschluss der Versammlung im
Februar 1961, wurde im Jahre 1961/62 eine Laube, das feste Haus,
auf Rodens-Lust errichtet und eingeweiht. Im Laufe der Jahre
wurde es bequemer eingerichtet und ausgebaut.
In der
Versammlung am 11. März 1961 erklärten sich die Mitglieder
bereit, sich am Ausbau des Thieplatzes zu beteiligen.
Der Oma Anna
Buhre gebührte, als Club-Wirtin der 1. Stunde, zum 80.
Geburtstag ein besonderer Dank und die Versammlung vom 10. April
1965 beschloss, ihr an diesem Ehrentage ein besonderes Geschenk
zu überreichen.
Im Jahre 1965/1966
wurden die Füße/Sockel für Bänke und Tische in einer Form in
Beton gegossen und ersetzten nach und nach die Holzfüße.
Gernot Ohm machte
während der Versammlung am 08. April 1967 den Vorschlag, einmal
ein Fußballspiel gegen einen örtlichen Verein auszutragen. Es
wurden Verhandlungen mit der Freiwilligen Feuerwehr aufgenommen,
die Bereitschaft signalisierte.
Das Spiel fand am
23. Juli 1967 um 19.00 Uhr auf dem Sportplatz in Lödingsen statt.
Beide Mannschaften hatten sich, in zünftiger Kluft (Schlafanzüge,
Trainingszeug), am Spritzenhaus eingefunden und aufgestellt.
Unter den Klängen der Kappelle Wehner ging es zum Sportplatz.
Die Spielleitung hatte, so das Protokoll, "in ulkiger Kluft",
Hubert Jatho übernommen. Das Spiel endete unentschieden 2
: 2. Der Reinerlös des Spieles betrug 201,50 DM und sollte für
die Ortsverschönerung Verwendung finden.
Im Jahre 1968
wurde der Platz im Steinweg, auch Wilhelmsplatz genannt (der
Platz erhielt seinen Namen vom Feuerwehrkameraden Wilhelm
Leonhardt, der nebenan wohnte), in Zusammenarbeit mit der
Feuerwehr hergerichtet und vom Club zwei Bänke aufgestellt.
Auf der
Monatsversammlung am 10. August 1968 übergab die Clubwirtin Irma
Nora dem Vorstand eine neue Fahne für Rodens-Lust und eine
Geldspende zur Erhaltung des Ausflugszieles. Auch Robert Rode,
der Gründer und Entdecker von Rodens-Lust, übergab an diesem
Tage dem Vorstand ein Geldgeschenk zur Erhaltung und zur Durchführung
weiterer Verschönerungen.
Im Jahre 1971
verstarb die Club-Wirtin Irma Nora. Als Zeichen einer langjährigen
Verbundenheit wurde an ihrem Grabe ein Schleifenkranz
niedergelegt.
Die
Jahreshauptversammlung im Jahre 1972 fand am 29. Januar 1972 im
Gasthaus Jeromin statt.
Auch der
feierliche Festakt zum 20jährigen Bestehen wurde am 23. Juni
1973 noch in den Festräumen des Gasthauses "Schwülmetal"
abgehalten.
Bereits am 17.
Juni 1973 trafen sich die aktiven und ehemaligen Clubmitglieder
mit ihren Ehefrauen und Kindern sowie den Dorfbewohnern auf
Rodens-Lust zu einer kleinen Feierstunde.
Anlässlich
dieser Jubiläumsveranstaltung wurde von Kurt Renneberg eine
Festzeitung erstellt, die in Druck gegeben und an die
Dorfbewohner sowie Interessierte verkauft worden ist.
Nachdem die
Familie Jeromin im Jahre 1974 verzog, wurde beschlossen, das
Vereinslokal bis zum Ende des Jahres dort zu belassen. Im Jahre
1975 wechselt man wieder in das Gasthaus "Zum Krug".
In der
Monatsversammlung am 13. Juli 1974 wurde erstmals über die
Anschaffung einer Clubfahne diskutiert und beschlossen,
entsprechende Angebote einzuholen.
Zu der
Versammlung am 12.04.1975 lagen Fahnenangebote vor. Die Preise
lagen zwischen 1.400,00 und 1.700,00 DM. Vereinsmitglied Gerhard
Fraas wurde beauftragt, mit Vertretern der Firma, in der er beschäftigt
ist, die Angelegenheit zu besprechen und hatte zu diesem Zweck
das Tischbanner als Muster mitgenommen.
Nach einem, für
den Club, noch günstigerem Angebot wurde die Erstellung der
Fahne dort in Auftrag gegeben. In der Mai-Versammlung wurde
bekannt gegeben, dass sie bereits in Arbeit ist.
In der
Versammlung am 15. November 1975 wurde festgestellt, dass der
Fahnenmast auf Rodens-Lust dringend erneuert werden muss und die
Clubkette unverzüglich fertiggestellt werden soll.
Der Fahnenmast
ist im März 1976 eingetroffen und soll demnächst auf Rodens-Lust
aufgestellt werden.
Die Versammlung
am 14. April 1976 beschließt, nachdem der diesjährige
Maifeiertag vom Club ausgerichtet wird, die Fahnenweihe mit der
Maifeier zu verbinden.
Am 01. Mai 1976
nimmt der damalige Ortsbürgermeister Rudolf Hille vor über 200
Gästen in der Lödingser Mehrzweckhalle die Weihe der neuen
Fidelia-Fahne vor. Während des Festaktes sprach er den Wunsch
aus, dass die neue Fahne in Zukunft mit dazu beitragen möge, die
Freundschaft und Geselligkeit innerhalb des Clubs und innerhalb
der ganzen Gemeinde zu festigen.
Zuvor hatte der
Schriftführer des Clubs, Gernot Ohm, die Fahnenerklärung
abgegeben. Er erinnerte daran, dass der Club bei seiner Gründung
weder Geld zur Verfügung hatte noch eine Tradition vorweisen
konnte und aus diesem Grunde seinerzeit auf die Anschaffung
verzichtet habe. Die neue Fahne, zu deren Anschaffung man sich
nach langen Überlegungen entschlossen hatte, trägt neben den Lödingser
Farben Blau und Gelb das Clubemblem, zwei sich begrüßende Hände.
Das 25-jährige
Jubiläum wurde zu Pfingsten 1978 in der Mehrzweckhalle gefeiert.
Die Festansprache hielt Kurt Renneberg.
Im Jahre 1981 war
die Mitgliederzahl so stark zurückgegangen, dass die Überlebenschance
des Clubs an einem seidenen Faden hing. So beschloss die
Jahreshauptversammlung am 24.Januar 1981, zu der 9 Mitglieder
erschienen waren, zu der März-Versammlung die Ehrenmitglieder
einzuladen, um mit ihnen über das weitere Bestehen des Clubs zu
sprechen.
Am 14. März 1981
waren 4 Ehrenmitglieder erschienen und es wurde über den
Fortbestand mit ihnen diskutiert. Die Ehrenmitglieder gaben zu
erkennen, dass sie einem Fortbestand des Vereins unter dem Namen
Junggesellen & Naturfreunde zustimmen können.
Die 9 noch
verbliebenen Clubmitglieder beschlossen dann im Beisein von 6
Ehrenmitgliedern in der Monatsversammlung am 11. April 1981 die
Umbenennung des Vereins in Junggesellen & Naturfreunde Lödingsen.
Die Umbenennung
wurde auf Rodens-Lust am 17. Juni 1981 gebührend gefeiert.
Mit der
Augustversammlung trat der neue Verein das Erbe des
Junggesellenclubs Lödingsen an, übernahm die Vereinsgeschicke,
die Fortführung der Ziele und der Tradition, das Gelände
mit festem Haus
auf Rodens-Lust und der dazu gehörenden Bänke und Tische
sowie das Barvermögen.
Ein Großteil der
damaligen Junggesellen trat wieder ein. Auch ihre Ehefrauen
fanden Interesse am neuen Verein und wurden Mitglied.
Seit Gründung
der Vereinigten Lödingser Vereine (VLV) im Jahre 1981 gehören
auch die Junggesellen & Naturfreunde der Dachorganisation
Lödingser Vereine an und stehen damit auch für die Dorfaktivitäten
in Verantwortung.
Der Platz bei
Friedrich Wellhausen, an der Einmündung der Heertorstraße in
die Hettenser Straße wurde 1983 in Eigenregie hergerichtet. Den
großen Sandstein entdeckte man auf einer Himmelfahrtswanderung
und Werner Wellhausen (Lindenallee) schaffte diesen Brocken mit
einem Radlader aus dem Tale auf den Platz. Mehr als 10 Jahre später,
am 03. September 1994, wurde ein kleines Lödingser Wappen an
diesem Stein angebracht.
Der 30.
Geburtstag wurde am 17. Juni 1983 auf Rodens-Lust gefeiert. Der
damalige Vorsitzende Oswald Freiboth erinnerte in seiner
Ansprache daran, dass man diesen Platz, damals als gut
befunden, zu einer festen Rastmöglichkeit für Wanderer
ausgebaut und dafür manche Stunde an Eigenleistung erbracht habe.
Das vom damaligen Ortsheimatpfleger Manfred Buhre fertiggestellte
und zum Jubiläum überreichte Schild "Rodens-Lust",
angebracht über dem Eingang zur Schutzhütte, soll in Zukunft an
Robert Rode erinnern, der diesen schönen Fleck Erde entdeckt
hatte und schon damals zu schätzen wußte.
Nach einer im
Jahre 1983 von Ingrid Mahn gefertigten Skizze erfolgte der Umbau/Anbau
auf "Rodens-Lust". Das Holz (Balken und
Sparren) hierzu lieferte Manfred Buhre aus seinem im Jahre 1980/1981
getätigten Hausumbau. Die Einweihung erfolgte am 23. September
1984 mit einem gemeinsamen Essen, es gab Spanferkel, dass
Friedrich Wellhausen gestiftet hatte. Es ist nunmehr größeren
Wandergruppen möglich, sich bei schlechtem Wetter dort
unterzustellen und Schutz zu suchen.
Die ersten
Punschnachmittage wurden 1984 auf Rodens-Lust angeboten und sehr
viele Lödingser nahmen diese Sonntagsnachmittagsveranstaltung
dankend an.
In der
Jahreshauptversammlung am 12. Januar 1985 beantragte der Vorstand
das Eintrittsalter für Jugendliche auf 16 Jahre herabzusetzen.
Der Beschluss erfolgte einstimmig. Die Jugendlichen sind bis zum
18. Lebensjahr beitragsfrei und haben mit Vollendung des 18.
Lebensjahres volles Stimmrecht.
Ende März 1985
wurden zwei Bänke und ein Tisch auf dem Osterfeuerplatz
aufgestellt. Am 23. Mai 1986 das zugesagte Geschenk zum 150jährigen
Jubiläum der Forstgenossenschaft Lödingsen eingelöst und ein
Tisch und zwei Bänke auf dem Jubiläumsplatz vor dem Lindenberg
aufgebaut. Auch wurden im Laufe des Jahres weitere
Renovierungsarbeiten an der Schutzhütte vorgenommen.
Die
Jahreshauptversammlung vom 14. Januar 1989 beschloss, den 35.
Geburtstag auf Rodens-Lust zu feiern. Den feierlichen Rahmen
dieser Veranstaltung gab der Männergesangverein
durch einige
Liedvorträge. Zu dieser Feier wurde am 14. Juni 1989 ein neues
Toilettenhaus aufgestellt.
Zur 1000-Jahrfeier
im Jahre 1990 wurde mit dem Gesangverein ein Festwagen gestaltet
und am großen Festumzug in historischen Kostümen teilgenommen.
In der
Jahreshauptversammlung am 12. Januar 1991 machte Ingrid Mahn den
Vorschlag, dem Verein eine Satzung zu geben und ins
Vereinsregister eintragen zu lassen. Die Entwürfe und
Mustersatzung legte Manfred Buhre zur Beratung und
Beschlussfassung vor. In der ausserordentlichen
Mitgliederversammlung am 09. März 1991 beschlossen dann die 17
anwesenden und stimmberechtigten Mitglieder die neue Satzung. Die
Eintragung ins Vereinsregister erfolgte unter der lfd. Nummer
1962 am 01. November 1991. Das neue Vereinsrecht hat fortan Gültigkeit
und regelt das Vereinsleben. Die damaligen Clubziele sind
erhalten geblieben. Denn, Zweck und Ziel des Vereins ist die
Pflege und Verschönerung des Dorfes und seiner dazugehörigen
Landschaft, sowie die Pflege und Erhaltung heimatlichen
Kulturgutes.
In der
Jahreshauptversammlung am 09. Januar 1993 gibt Gernot Ohm sein
Amt als Schriftführer und Kassierer aus gesundheitlichen Gründen
ab, dass er fast über 30 Jahre ausgeübt hat.
Das 40jährige
Bestehen fand am 19. und 20. Juni 1993 in der Mehrzweckhalle
statt. Vorstand, Festausschuss und Festwirt hatten die Jubiläumsveranstaltung
gemeinsam gut geplant und die Vereinsmitglieder die Halle
liebevoll hergerichtet. Doch die Enttäuschung machte sich breit,
als der 1. Vorsitzende Artur Freiboth zur Tanzveranstaltung
insgesamt nur 69 Personen begrüßen konnte. Unter den 161 Gästen,
die am Frühstück und Kommers teilnahmen, befanden sich 5 der 7
Gründungsmitglieder, Kurt Renneberg, Horst Scholz, Ernst Stutz,
Gernot Ohm und Heinrich Wellhausen. Ihnen überreichte der 1.
Vorsitzende einen Zinnbecher mit Gravur. Weiterhin wurde Gernot
Ohm und Heinrich Wellhausen für ihre 40jährige Vereinstreue die
Ehrenmitgliedschaft verliehen. Sie gehören auch heute noch dem
Verein an.
Gernot Ohm wurde
darüber hinaus noch für 30 Jahre Vorstandstätigkeit und seine
besonderen Verdienste zum Wohle des Vereins ein Wappenteller überreicht.
Beim Kirchenfest
150 Jahre St. Petri am 15. August 1993 beteiligte man sich mit
einem Verkaufsstand (Kaffee, Waffeln). Der erwirtschaftete Überschuss
in Höhe von 878,50 DM wurde der Kirchengemeinde gespendet.
Pastor Kusenberg bedankte sich hierfür schriftlich bei den
Vereinsmitgliedern.
Im September 1993
wurde mit einigen Helfern der Dachüberstand auf Rodens-Lust
fertiggestellt.
Als sich im Jahre
1994 die Planungen zur Erweiterung des Kinderspielkreises
konkretisierten und die Baumaßnahmen begonnen werden sollten,
mussten zwei Bänke und ein Tisch von dem Spielplatz an der
Mehrzweckhalle entfernt werden. Sie wurden am 22. April 1995 auf
der öffentlichen Grünfläche in der Hörmkerstraße vor dem
Grundstück von Fritz Wulf aufgestellt.
Nach dem plötzlichen
Tod des 1. Vorsitzenden Artur Freiboth am 10. Januar 1995 übernimmt
der 2. Vorsitzende Ralf Manshausen kommissarisch den Vorsitz bis
zur Jahreshauptversammlung am 06. Januar 1996.
Beim 1.
Brunnenfest am 22. Juni 1996 beteiligt sich der Verein mit einem
Weinstand. Der erwirtschaftete Überschuss wurde den Vereinigten
Lödingser Vereinen VLV für die Dorfverschönerung zur Verfügung
gestellt. Die Veranstaltung soll künftig alle zwei Jahre
durchgeführt werden.
Am 10. Mai 1997
werden die zwei Bänke und der Tisch vom Osterfeuerplatz an den
Radweg zwischen Erbsen und Lödingsen umgesetzt. Sie stehen nun
auf einem Platz im Bereich der Gemarkung "Dreckbreite"
in der Nähe des Lödingser Bahnhofes und laden zur Rast ein.
Am 10. Januar
1998 wird Ralf Manshausen zum 1. Vorsitzenden des Vereins gewählt
und leitet seit dieser Zeit ununterbrochen die Vereinsgeschicke.
Nach den
Hochwasserschäden im Jahre 1998, den u. a. auch einige Lödingser
Grundstückseigentümer ungewollt hinnehmen mussten und hart
trafen, und einem Spendenaufruf, wurden spontan 200,00 DM für
die Hochwassergeschädigten aus der Vereinskasse gespendet.
Der 45jährige
Geburtstag wurde am 17. Juni 1998 vereinsintern im Vereinslokal
Gasthaus Zum Krug,, verbunden mit einer Weinprobe, gefeiert.
In der
Monatsversammlung am 11. November 2002 wird berichtet, dass, auf
Beschluss der Versammlung, die Vereinsfahne nunmehr bestickt
worden ist. Sie trägt auf der gelben Seite den Schriftzug "Junggesellen
& Naturfreunde e.V. seit 1981" und auf der blauen Seite
den Schriftzug Junggesellen-Club "Fidelia", zwei sich
begrüßenden Hände und Lödingsen 1953. Die Bestickung haben
die Ehrenmitglieder Gernot Ohm und Heini Wellhausen bezahlt.
Der Verein hat
derzeit 52 Mitglieder.
Dem Vorstand gehören
zur Zeit an:
Ralf Manshausen
als 1. Vorsitzender,
Heidi Sievert-Zimmermann
als 2. Vorsitzende,
Anette Rubbert
als Schriftführerin und
Jürgen Herwig als Kassenwart.